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Theaterstück "Geheimsache Igel"

Walldürn. (Sti.) Gleich zweimal führte das Schauspielensemble „Theater 3D“ aus Wiesbaden mit Eric Haug und Rebecca Breideband am Mittwochvormittag in der Schulaula der Grundschule Walldürn das Theaterstück „Geheimsache Igel“ von Olaf Krätke auf, das Kinder zu selbständigem, aktivem Handeln anregen und deren Selbstbewusstsein stärken soll - zunächst für die Schülerinnen und Schüler der 4. Klassen und danach dann noch einmal für die Schülerinnen und Schüler der 3. Klassen. Hierbei wurden allen Schülerinnen und Schülern auf kindgerechte, spannende sowie humorvolle Weise die Themen Abgrenzung, „Nein-Sagen“ und gewaltfreie Kommunikation vermittelt - ein Theaterstück mit wahrlich positiv nachhaltiger Wirkung, das Kinder in ihrer Entwicklung fördert und stärkt sowie eine heitere und nachdenkliche Geschichte zum Lernen und Erkennen. Ein Theaterstück, das Kinder stark macht und sie lehrt „Nein“ zu sagen, und dessen Ziel und Intention es ist, Vorurteile, Ängste und Hemmungen abzubauen, sowie zwischenmenschliche Verhaltensprozesse besser zu erfassen und zu verstehen. Ferner, dass Kinder ihre Bedürfnisse wahrnehmen und diese dann anderen gegenüber klar ausdrücken und Grenzen setzen können, dass sie die Bedürfnisse und Grenzen anderer respektieren und dass sie zu selbständigem, aktivem Handeln angeregt werden und ihr Selbstbewusstsein stärken. Dass Kinder dazu ermutigt werden, „Nein“ zu sagen, wenn ihnen jemand zu nahe kommt oder ihnen Gewalt angedroht wird.
Nach der jeweiligen Begrüßung der beiden Ensemblemitglieder von Theater 3D aus Wiesbaden, der Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klassen und deren Klassenlehrerinnen, sowie von Vorstandsmitglied Vera Hefner vom Kinderschutzbund Kreisverband Neckar-Odenwald-Kreis e.V., der die Kosten für die beiden Theateraufführungen übernommen hatte, durch die Schulleiterin der Grundschule Walldürn, Rektorin Christina Scheuermann, jeweils zu Beginn der beiden Aufführungen, ging es bei beiden Aufführungen zunächst gleich gut los: Ganz allein stand zunächst Krümel -gespielt von Rebecca Breideband- auf der Bühne, obwohl sie doch mit ihrem Freund Wurzel -gespielt von Eric Haug- gemeinsam spielen wollte. Der schlief zu diesem Zeitpunkt leider noch tief und fest, konnte jedoch mit Hilfe der Schülerinnen und Schüler in der Aula schnell geweckt werden, und schon war mitten drin in diesem Theaterstück „Geheimsache Igel“ und somit in dieser
Geschichte von Krümel und ihren Freunden -der singenden Sonnenblume, dem Igel und dem Wurzel.

 

Alles war zunächst in Ordnung in deren kleiner Welt, in der ihre Lieblingsfarbe gelb dominierte und Krümel und ihr Freund Wurzel herumalberten.
Doch dann bedrohte plötzlich der „Blaue Mann“ diese heile Welt, der Krümel in eine Kiste locken wollte und dabei sogar drohte ihren Freund, den Igel, verschwinden zu lassen. Eine schwierige Situation für Krümel, der es sehr schwer fällt „Nein“ zu sagen.
Und so lange sie dieses „Nein“ nicht über ihre Lippen bringen kann, wird Krümel immer trauriger und nichts funktioniert mehr in ihrer kleinen gelben Welt, die immer blauer  -spricht bedrohlicher- für sie wird.
Doch mit Hilfe ihres Freundes Wurzel und der Unterstützung durch die Schülerinnen und Schüler beginnt sich Krümel zu wehren gegen den „Blauen Mann“. Erst noch zaghaft, dann aber immer mutiger werdend, bis schließlich ein lautes „Nein“ über ihre Lippen kommt. Und schon wird in ihrer kleinen Welt wieder alles gelb - und somit also gut.
So wie Krümel lernt „Nein“ zu sagen, so sollten bei beiden Aufführungen alle Schülerinnen und Schüler der beiden Klassenstufen 3 und 4 an der Grundschule Walldürn dazu ermutigt werden, künftig „Nein“ zu sagen, wenn ihnen jemand zu nahe kommen sollte oder ihnen Gewalt angedroht werden sollte.
Die jeweilige Nachbesprechung der Schülerinnen und Schülern mit den beiden Schauspielern bei beiden Vorstellungen zeigte, dass viele von ihnen die bei diesem Theaterstück von dem „Blauen Mann“ ausgehende Bedrohung durchaus begriffen und verstanden und wie sie sich bei einem künftigen „Ernstfall“ zu verhalten bzw. wie sie zu reagieren und zu handeln haben.

Aufnahme: Stieglmeier